U13w mit klasse Leistung bei der südbayerischen Meisterschaft

Hochkarätige Namen trafen sich am Wochenende in Steinach in Niederbayern. Anlass war die Austragung der Südbayerischen Meisterschaft der U-13 weiblich.

Auch vier Mädels der Nördlinger Volleyballabteilung hatten sich mit einem vierten Platz bei den Bezirksmeisterschaften qualifiziert und starteten am Samstagvormittag in ihre Gruppenphase.

Lautstark dabei unterstützt wurden sie von den mitgereisten Eltern und einem Teil der Nördlinger Herrenmannschaft.

Erster Gegner war der MTV Rosenheim, immerhin Bezirksmeister in Oberbayern und späterer Dritter des Turniers. Besonders in den Satzanfängen konnten die Nördlingerinnen immer wieder mit gelungenen Aktionen glänzen. Trotz einer starken kämpferischen Leistung zeigten sich ihre Kontrahentinnen mit ihren Sprungaufschlägen und hart geschlagenen Angriffen doch als übermächtig und so ging die erste Begegnung mit 16:25 und 15:25 an die Rosenheimerinnen.

Mit dieser durchaus positiven Leistung ging es in die Partie gegen die „Wilden Wespen Steinach“. Von Anfang an war es ein offener Schlagabtausch, mit starken Aktionen beider Mannschaften. Der erste Satz ging mit 25:20 nach Steinach. Den Zweiten holten sich die Rieserinnen mit 25:21. Im entscheidenden Tiebreak ging es bis zum Seitenwechsel Punkt für Punkt hin und her. Erst zum 12:9 konnten sich die „Wespen“ absetzen und diesen Vorsprung, trotz großer Gegenwehr, bis zum 15:11 ausbauen.

Noch etwas frustriert über diesen Spielverlust, der die Chancen auf ein Weiterkommen zur Bayerischen doch deutlich minimierte, standen die Nördlingerinnen in ihrem dritten Spiel dem TSV Unterhaching gegenüber. Mit einer bis dahin ungewöhnlich hohen Eigenfehlerquote, besonders im Aufschlag, lagen sie schnell im Rückstand und mussten den Satz mit 21:25 abgeben. Bemerkenswert war dann der restliche Spielverlauf. Wie umgewandelt gingen die Mädels in den zweiten Satz. Mit starken Aufschlagserien, gelungenen Abwehraktionen und cleveren Punktabschlüssen ließen sie ihren Gegnerinnen bis zum 25:11 keinerlei Chancen. Dieses Niveau haltend behielten sie auch im Entscheidungssatz mit 15:8 die Oberhand.

Als Gruppendritter ging es nun in den Überkreuzvergleich gegen den TB München, zweiter der Nachbargruppe. Mit einem Sieg wäre das Weiterkommen zur nächsten Meisterschaft perfekt gewesen und so begannen beide Mannschaften äußerst konzentriert und bis zu den Satzmitten sehr ausgeglichen. Leider riss dann bei den Nördlingerinnen in beiden Sätzen immer der Faden und sie mussten sich, trotz großer Gegenwehr und manchmal unglaublich langen Ballwechseln, mit 19:25 und 20:25 geschlagen geben.

Folglich spielte man am zweiten Tag um die Plätze 9 bis 16. Im ersten Spiel standen sie den Mädchen aus Herrsching, in Volleyballkreisen, durch ihre Erstliga Herren, auch bekannt als geilster Club der Welt, gegenüber. Von Anfang an zeigte der Nördlinger Nachwuchs, dass sie sich möglichst weit oben in der Endtabelle ansiedeln wollten. Mit einer starken Vorstellung holten sie den ersten Satz mit 25:13 ins Ries und auch im Zweiten ließen sie mit 25 :20 nicht viel anbrennen.

Nächster namhafter Gegner war der SV Lohof. Der erspielte sich auch in kurzer Zeit eine deutliche Führung, so dass deren Trainer beim Stand von 15:6 seine komplette Erstbesetzung austauschte. Doch die TSV Mädels sahen darin ihre Chance. Unermüdlich kämpften sie um jeden Ball und punkteten immer wieder. Erst beim 21:22 kam der Rückwechsel, aber das konnte die Nördlingerinnen nicht mehr arg beindrucken. Mit 27:25 und tollen und dramatischen Ballwechseln entschieden sie den Satz zu ihren Gunsten. Der zweite Satz war dann das genaue Spiegelbild. Der TSV ging schnell in Führung und ließ sich diese auch zu keinem Zeitpunkt streitig machen. Sie waren mit ihrer konstanten Spielweise sogar in der Lage diese zum 25:10 immer weiter auszubauen.

So trafen sie im letzten Spiel, um Platz 9 in einem 16ner Feld, auf den SV Mauerstetten 1. Amtierender schwäbischer Meister in dieser Altersklasse und ein bayerisches Aushängeschild im Bereich des Volleyball Nachwuchses. Die Rieserinnen zeigten von Anfang an, dass sie nicht gewillt waren, das Feld kampflos zu verlassen. Immer wieder konnten sie die gegnerische Ballwand knacken, wobei durch die langen Punktrallys der Kräfteverschleiß enorm war. Reichte es im Ersten zu einem guten 16:25, mobilisierten die Nördlingerinnen im Zweiten noch einmal alles. Oftmals erspielten sie sich eine Führung, mussten sich dann aber doch knapp mit 22:25 geschlagen geben.

Erschöpft, aber unheimlich stolz auf ihre starke und konstante Leistung nahmen sie als Zehnter aus der Hand von DVV Präsident Thomas Krone ihre Urkunde und Preise entgegen und Karin Sailer, bayerische Jugendspielleiterin, wies nochmal ausdrücklich auf das diesjährige hohe Niveau dieser Meisterschaften hin.

 

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(Bericht von Matthias Grübl)